Das nächste Treffen



Übersetzung

Vortrag "Gemeinschaftshaltung von griechischen und Breitrandschildkröten", Thom Bernhart

April 06, 2014 Schildkroeten by Administrator

Hallo,

 

 

mit gehöriger Verspätung (und einer dicken Entschuldigung) jetzt noch der Eintrag zum Vortrag von Oktober 2013!

 

 

Tom Bernhart berichtete uns von seiner Gemeinschaftshaltung von T. boettgeri und T. marginata, in einem Freilandgehege mit einer Fläche von 500 qm. Nach seinem Dafürhalten müssen für eine erfolgreiche Gemeinschaftshaltung zwei Hauptkriterien erfüllt sein.

1) Mindestens 3 Weibchen je Männchen (pro Art), zur Vermeidung von Fehlpaarungen

2) Sehr gut strukturiertes Gehege (ausreichend Versteck- Sonnen- und Schattenplätze) 

Daher ist sein Gehege auch mit mehreren beheizten Frühbeeten (Ferkellampen mit  PAR38-Strahlern, gesteuert über Zeitschaltuhren, Frostwächter) ausgestattet. Für die Eiablage kommen Legehügel (Erde/Sand-Gemisch) in den bestrahlten Teilen der Frühbeete zum Einsatz, aber auch schräg stehende Steinplatten werden als Ablageort angenommen. Thom Bernhart nutzt zur Inkubation der Eier einen ausschließlich mit Vermiculit gefüllten Brüter. Die Eier der T.h. boettgeri werden in einem Temperatur-bereich von 32.5-32.8 Grad Celsius ausgebrütet. Bei höheren Temperaturen kommt es bei den Schlüpflingen zu Schildanomalien. Die Schlüplinge werde getrennt aufgezogen. Ab einem Gewicht von 500g dürfen die Jungtiere in den Adultgruppen mitlaufen.

 

 

Neben Wiesenkäutern wird Agrobs Herps (lose) gefüttert, welches im Gegensatz zu Heucobs nicht eingeweicht werden muß. Kalk wird in Form von eingeweichten Sepiaschalen angeboten. Diese Schalen werden, bevor sie verfüttert werden, über mehrere (!) Woche in Wasser eingeweicht. Jungtiere erhalten Kalk in Pulverform.

 

 

Zur Vermeidung von Unterartmischlingen leben die ebenfalls gepflegten T.h. herzogoviensis in einem separaten Gehege.

 

 

 

Am Schluss dieser Zusammenfassung möchten wir vom Vorstand uns im Namen aller Besucher, Gäste und Mitglieder sehr herzlich bei Thom bedanken.

Thom war lange Zeit ein fester Bestandteil unserer Treffen, von Darmstadt über Weiterstadt bis nach Raunheim,. Er war und ist er einer von denen, die den Schildkrötenstammtisch zu dem gemacht haben, was er heute ist!

 

Ein ganz wunderbarer Zufall ist, das Thom am 25.10.2013 unseren 100sten (in Worten Einhundert) Stammtisch mit uns verbracht hat.